Die Erwartungen an ein zeitgemäßes Parkhaus sind auch an den Flughäfen auf Seiten der Endkunden ebenso wie auf Betreiberseite enorm gestiegen. Service, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit stehen im Vordergrund und werden durch zahlreiche Innovationen der Parkmanagementindustrie gefördert.
Welcher Fluggast hat die Situation noch nicht erlebt: Man fährt mit dem PKW zum Flughafen, um von hier aus zu einer längeren Reise oder einem Geschäftstermin zu starten. In den meisten Fällen ist die Zeit bis zum Check-In und anschließendem Abflug sehr knapp bemessen. Da liegt es auf der Hand, dass Parkmöglichkeiten an Flughäfen stark frequentiert sind. Deshalb sollten Parkflächen an Flughäfen grundsätzlich sehr gut ausgeschildert sowie schnell erreichbar sein, und über ein Parksystem verfügen, mit dessen Hilfe der eigentliche Parkprozess zügig und sicher abgewickelt werden kann.
Gerade das Thema Sicherheit genießt an allen Flughäfen besondere Priorität. Deshalb macht diese Anforderung auch bzw. erst recht beim Thema Parken keinen Halt. Angefangen bei der Beleuchtung des Parkhauses, die klare Beschilderung, das Anbringen eindeutiger Bodenmarkierungen für Fußgänger, die Anordnung der Kassensysteme in übersichtlichen Bereichen oder die Installation von Help-points bis hin zur durchgängigen Videoüberwachung. Die Sicherheit von Kunden und Fahrzeugen genießen im Parkhausbetrieb jederzeit den größten Stellenwert. Deshalb muss ein professionelles Parksystem sowohl die individuellen Anforderungen des Kunden als auch die Bestimmungen der jeweiligen Gesetzgebung in punkto Parkbetrieb, Sicherheit und Bedienung in sich vereinen können. Die Firma DESIGNA bietet mit PM ABACUS ein professionelles Parksystem, dass nach heutigem Stand höchsten Sicherheitsanforderungen gerecht wird und ein hohes Maß an Bedienerfreundlichkeit und Effizienz bietet.
Reklamationsansprüche aufgrund von Fahrzeugschäden
So erleichtert PM ABACUS, beispielsweise mittels integrierter Videotechnik, Reklamationsansprüche, die aus Beschädigungen von Fahrzeugen resultieren, problemlos aufzuklären. Hierfür wird jedes Fahrzeug sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfahrt von mindestens 2 Kameras erfasst und als Bild mit Angabe von Datum und Uhrzeit im System hinterlegt. Um für spätere Aufklärungszwecken eine eindeutige Identifizierung der Fahrzeuge zu gewährleisten und ein schnelles Auffinden der entsprechenden Bilder zu ermöglichen, müssen die Bilder mit einer eindeutigen Ticketnummer verknüpft und um das Kennzeichen ergänzt werden. Hierfür wird das Kennzeichen mittels automatischer Kennzeichenerkennung (LPR) erfasst. Die Aufzeichnung der Ein- und Ausfahrtsituation ermöglicht im Nachhinein einen lückenlosen Nachweis darüber, ob die Beschädigung eines bestimmten Fahrzeuges bereits bei der Einfahrt vorlag, oder aber im Parkhaus beziehungsweise erst nach Verlassen des Parkhauses entstanden ist. Im Falle einer Reklamation, können mit einem derartig professionellen Parkmanagementsystem, die gewünschten Bilder über die Ticketnummer oder das Kennzeichen in der Datenbank schnell abgerufen werden. Diese wichtigen Informationen helfen dabei, Parkhausbetreiber vor Betrugsversuchen zu schützen und Schadensregulierungen kundenorientiert und vor allem im Sinne der Gesetzgebung zu bearbeiten. Gerade in Ländern in denen gesetzlich verankert ist, dass die Verantwortung für alle im Parkraum abgestellten Fahrzeuge und damit auch die Beweispflicht bei Haftungsansprüchen in den Händen des Betreibers liegen, wird von dieser Technologie profitiert. Der Einsatz eines Kennzeichenerkennungssystems (LPR) hat aber noch einen weiteren Vorteil. So erleichtert das LPR insbesondere Geschäftsreisenden die das Parkhaus regelmäßig in Anspruch nehmen und denjenigen, die per „pre-booking" ihren Parkplatz schon im Vorwege gebucht haben, die Zufahrt. Auch für die Betreiberseite liegen die Vorteile nicht nur bei der Nutzerfreundlichkeit, ferner bildet das LPR eine Plattform für zusätzliche Produkte, wie z.B. den Einsatz eines Zahlungs- und Reservierungssystems.
Problem Fahrzeugdiebstahl
Fahrzeugdiebstähle können mit den bestehenden technischen Möglichkeiten nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dennoch können die richtigen vorbeugenden Maßnahmen die Gefahr eines Diebstahles maßgeblich reduzieren. So werden durch den Einsatz von Kennzeichenerkennungssystemen (LPR) an Ein- und Ausfahrt, Diebe automatisch erkannt, die mit einem fremden Ticket und einem entwendetem Auto versuchen, das Parkhaus zu verlassen, weil jedes eingefahrene Kennzeichens mit einer Ticketnummer verknüpft wird, Wechselt jedoch ein Dieb das Kennzeichen des Fahrzeugs mit dem er eingefahren ist, mit jenem mit dem er beabsichtigt das Parkhaus zu verlassen und verwendet dabei das Originalticket, so kann das entsprechende Fahrzeug bei der Ausfahrt nicht als gestohlen erkannt werden. Ein automatisches Aufdecken dieses Betrugsfalles ist dann nur mit der erweiterten Erkennung und Verknüpfung typischer Fahrzeugmerkmale, wie beispielsweise die Farbe, die Form, die Länge oder das Gewicht eines Fahrzeuges, realisierbar. Derzeit wird die Verknüpfung dieser Merkmalskombinatioenen noch nicht verwendet.
Weiteres Diebstahlpotential besteht darin, dass der Dieb beim Versuch auszufahren angibt das Parkticket verloren zu haben und das Parkhaus mit einem auf ihn neu ausgestellten Ticket verlässt. In diesem Fall kann ein Diebstahl nur durch die Überprüfung der gespeicherten Daten durch geschultes Personal verhindert werden. Dies geschieht zunächst durch eine gezielte Befragung des Kunden zur Einfahrtszeit, den Merkmalen des Fahrzuges oder das Kennzeichen. Anschließend erfolgt der Abgleich dieser Angaben mit den zuvor erhobenen Daten des Parkvorganges. Stimmen die Aussagen des Kunden mit den gespeicherten Daten überein, kann die Identität des rechtmäßigen Fahrzeugbesitzers problemlos festgestellt und ein neues Ticket generiert werden. Wird bei der Einfahrt zusätzlich eine Fahrerkamera installiert, die ein Bild des Fahrzeuglenkers erfasst und zusammen mit den anderen Ticketdaten im System hinterlegt, ist die eindeutige Identifizierung des rechtmäßigen Besitzers mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit möglich.
Anschläge
Die automatische Erkennung versuchter Parkhausanschläge ist derzeit mit technischen Mitteln allein nicht möglich. Jedoch gibt es auch für dieses Gefahrpotential eine Reihe von Maßnahmen, die eine abschreckende Wirkung erzielen.
So kann neben dem Einsatz herkömmlicher Überwachungstechniken, eine Kombination aus Nummerntafelerkennung, Fahrzeugkameras und Fahrerkameras beispielsweise dazu beitragen, dass nach einem Anschlag sowohl Tatfahrzeug als auch Täter mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert werden können.
Darüber hinaus kann speziell in VIP-Bereichen, die von Sicherheitspersonal überwacht werden, die zusätzliche Installation von Unterbodenkameras für mehr Sicherheit sorgen. Unterbodenkameras oder auch Zeilenkameras, die im Boden eingelassen sind - erfassen beim Überfahren des Fahrzeugs automatisch ein Bild des gesamten Unterbodens. Diese Bilder können vom Bedienpersonal online analysiert werden, um mögliche Gefahren bereits im Vorfeld aufzudecken und abzuwehren.
Vandalismus und Diebstahl
Die Gefahr von Vandalismus und Diebstahl besteht vorwiegend bei Automaten, in denen Geld gespeichert wird. Durch die Konzentration dieser Geräte an einem Standort, der vornehmlich von Personal überwacht wird, ist bereits ein hoher Schutz gewährleistet. Kassenautomaten, die jedoch einzeln in unübersichtlichen Bereichen stehen, werden zum Einen von den Kunden nicht gerne angenommen und sind darüber hinaus Vandalismus und Diebstahl gefährdet. Werden diese Gefahrzonen durch Kameras am Gebäude und im eigentlichen Kassenautomat überwacht, hat dies ebenfalls eine abschreckende Wirkung. Das Anbringen eines Aufbrechschutzes an den Außenseiten des Kassenautomaten, sowie die Installation eines Kasseninternen Sicherheitssystems kann darüber hinaus der zusätzlichen Diebstahlsicherung dienen. Innen liegende Aufbrechschutzmaßnahmen wie zum Beispiel verstärkte Scharniere oder Mehrfachverriegelung gehören deshalb zur Grundausstattung jedes Kassensystems.
Die Betreiber von Parkhäusern sind ständig daran interessiert mittels moderner und zukunftsorientierter Parktechnologie, die Zufriedenheit ihrer Kunden und auch deren Sicherheit zu erhöhen. Darüber hinaus müssen die Parksysteme den wachsenden betriebswirtschaftlichen Anforderungen der Unternehmer gerecht werden. Die Zeiten in denen Parkhäuser und Tiefgaragen nur als Mittel zum Zweck gedient haben sind längst vorbei. Vielmehr handelt es sich heute um komplexe, moderne Systeme, die wie in jedem Unternehmen dem betriebswirtschaftlichen Erfolg zu Grunde liegen.
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